Aktion kritischer Schüler_innen Oberösterreich

Unsere Grundsätze

„Die Kraft, die wir brauchen, bekommen wir aus dem Strom, gegen den wir schwimmen!“

Weil in der Schule die wichtigsten Entscheidungen ohne uns gefällt werden. Weil Benotung willkürlich passiert. Weil Leistungsdruck in der Schule zum Alltag gehört. Weil Frauen durchschnittlich ein Drittel weniger verdienen. Weil viel zu viele Menschen diskriminiert werden. Weil es unsere Zukunft ist. Weil wir mitbestimmen wollen.

Deshalb engagieren wir uns österreichweit in der AKS und kämpfen für Veränderung in Schule und Gesellschaft.

SVK 2014 Sitzstreik vor dem Landesschulrat

Kritische Schüler_innen

Was uns zu welchem und zu wessen Zweck beigebracht wird, ist kein Zufall. Interessensgruppen wie z.B.: Firmen, Parteien, Kirche und Medien wirken entscheidend auf Lehrmethoden und Inhalte ein. Kritisches Denken scheint hier nicht erwünscht zu sein und viele wichtige Themen werden nicht angesprochen.

Wir wollen uns mit den Dingen auseinandersetzen, die uns wirklich interessieren und betreffen! Kritisches Denken soll gefördert und Normen, Regeln und Konventionen hinterfragt werden. Nur wenn unser bestehendes Gesellschaftssystem hinterfragen und scheinbar Selbstverständliches reflektieren, kann wirkliche Veränderung passieren.

Wir treten lautstark für eine offene, solidarische und pazifistische Gesellschaft ein, in der niemand aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Äußerlichkeiten, Sexualität, Identität oder materiellem Hintergrund Vor- oder Nachteile hat.

So verstehen wir auch die Schule als Teil der Gesellschaft. Sie prägt unser Leben maßgeblich und ist somit ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung der Gesellschaft. Wenn wir also die Gesellschaft verändern wollen, müssen wir uns auch im Bildungsbereich für Veränderung einsetzen und umgekehrt. Dabei stehen für uns unsere drei Grundsätze „angstfrei“, „demokratisch“ und „sozial gerecht“ im Vordergrund.

Angstfrei

Viele Schüler_innen haben aus verschiedenen Gründen Angst, in die Schule zu gehen. Leistungsdruck bestimmt unseren Schulalltag; wir müssen jede Woche Tests und Schularbeiten schreiben und werden im Unterricht ständig bewertet. Aber auch Mobbing und Diskriminierung können den Schulalltag zur Qual machen. Wir wollen eine Schule, in der wir mit Freude das lernen können, was uns wirklich interessiert!

 

Demokratisch

Den Unterricht nach eigenen Interessen gestalten, bei den Unterrichtsmethoden mitbestimmen – klingt nach einem Traum? Muss es aber nicht bleiben. Demokratie ist nicht nur eine Theorie, die beim nächsten Test abgefragt wird. Demokratie muss gelebt werden. Das fängt bei der Gestaltung des Unterrichts an und geht bis zur direkten Wahl der Landes- und Bundesschüler_innenvertretung.

 

Sozial gerecht

Der Bildungsweg von Kindern wird schon sehr früh durch die Einteilung in Gymnasium, Neue Mittelschule und Hauptschule bestimmt. Dabei zeigt sich sehr deutlich, dass der soziale Hintergrund einen maßgeblichen Einfluss auf die Schulwahl hat. Außerdem machen es zusätzliche Kosten, wie zum Beispiel für Schulreisen, aber auch für Hefte, Stifte und andere Materialien für viele Familien schwierig, die (Aus-)Bildung der Kinder zur finanzieren. Wir setzen uns für eine Gesamtschule ein, die für alle leistbar ist und Fähigkeiten, Stärken und Interessen fördert.